Schlagen ist keine Lösung

Wege aus der Gewaltspirale „häuslicher Gewalt“

01.01.2010, 00:00 Uhr | Henri Dunant Saal Fellbach

Donnerstag 28.01.2010 um19:30 Uhr
Referenten: Klaus Auer und Bianca Walter, Polizeirevier Fellbach

Wege aus der Gewaltspirale
„häuslicher Gewalt“

Referenten: Klaus Auer und Bianca Walter (Polizeirevier Fellbach)

Was versteht man unter häuslicher Gewalt?
Unter "häuslicher Gewalt" wird im Allgemeinen die Gewaltanwendung in Ehe- und Partnerbeziehungen verstanden. Ganz überwiegend handelt es sich um Gewalthandlungen von Männern gegenüber Frauen, die sich innerhalb des – oft auch räumlich aufzufassenden – engsten sozialen Beziehungskreises der Frau ereignen. Die Gewaltanwendung kann sich auch bei Partnerinnen oder Partner in gleichgeschlechtlichen Lebensweisen ereignen. Häusliche Gewalt hat vielfältige Erscheinungsformen: von subtilen Formen der Gewaltausübung durch Verhaltensweisen, die Bedürfnisse und Befindlichkeiten der Geschädigten / des Geschädigten ignorieren, über Demütigungen, Beleidigungen und Einschüchterungen sowie psychischen, physischen und sexuellen Misshandlungen bis hin zu Vergewaltigungen und Tötungen.

Opfer häuslicher Gewalt empfinden ihre Situation oftmals als ausweglos: 

  • Wo sie Geborgenheit erwarten, erleben sie Gewalt; denn der Täter ist oder war ein geliebter Mensch.
  • Bedrohung, Isolation und Kontrolle durch den gewalttätigen Partner verunsichern und erschüttern das Selbstwertgefühl.
  • Häufig sind Kinder betroffen; deshalb geht mit allen Folgeentscheidungen häufig die Sorge einher, den Kindern "einen Elternteil wegzunehmen", falls man sich zur Trennung entschließt.
  • Oftmals bestehen finanzielle Abhängigkeiten zwischen Opfer und Täter, was den Schritt zur Trennung erschwert.

Eine Veranstaltung des Stadtverbandes Frauenunion Fellbach:
Vorsitzende Ines Aßfalg